FAQ Hauskauf — Häufige Fragen

Die wichtigsten Fragen beim Hauskauf

Wer ein Haus kaufen möchte, hat viele Fragen. Hier beantworten wir die zehn häufigsten — kurz, sachlich und ohne Umschweife.

Einfamilienhaus in Leverkusen
Wie viel Eigenkapital brauche ich für einen Hauskauf?

Als Untergrenze gelten die Kaufnebenkosten — die finanziert die Bank praktisch nie mit, weil sie keinen beleihbaren Gegenwert schaffen. Darüber hinaus sollte ein Teil des Kaufpreises aus eigenen Mitteln kommen: Je mehr Eigenkapital Sie einbringen, desto besser die Zinskonditionen und desto niedriger die Monatsrate.

Welche Kaufnebenkosten fallen an?

Die Grunderwerbsteuer — in Bayern 3,5 Prozent, bundesweit der niedrigste Satz, den jedes Bundesland selbst festlegt —, Notar- und Grundbuchkosten von rund 2 Prozent nach gesetzlicher Gebührenordnung sowie gegebenenfalls die Maklerprovision, die bei Wohnimmobilien zwischen Käufer und Verkäufer geteilt wird. Diese Summe kommt zum Kaufpreis hinzu und muss aus Eigenkapital getragen werden.

Wie prüfe ich den Zustand eines Hauses?

Bei der Besichtigung auf Dach, Keller, Fassade, Heizung und Elektrik achten. Bei älteren Häusern oder Unsicherheit einen Bausachverständigen hinzuziehen.

Wann brauche ich einen Gutachter?

Bei Häusern, die vor 1990 gebaut wurden, bei sichtbaren Mängeln oder wenn Sie die Bausubstanz nicht selbst einschätzen können. Die Kosten für ein Kurzgutachten sind gering im Vergleich zu möglichen Folgekosten.

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Muss ich nach dem Kauf renovieren?

Das GEG schreibt bestimmte energetische Maßnahmen vor: Dachdämmung, Heizungstausch bei über 30 Jahre alten Kesseln und Rohrleitungsdämmung — innerhalb von 2 Jahren nach Eigentumswechsel. Weitere Renovierungen sind freiwillig, können aber den Wert und Wohnkomfort erheblich steigern. Mehr dazu unter Energieausweis.

Was sind Grundstücksgrenzen, Baulasten und Wegerechte?

Grundstücksgrenzen sind im Kataster eingetragen und sollten vor dem Kauf klar sein. Baulasten sind öffentlich-rechtliche Verpflichtungen (z.B. Abstandsflächen), die im Baulastenverzeichnis stehen. Wegerechte geben Dritten das Recht, Ihr Grundstück zu betreten oder zu befahren. All das steht im Kaufvertrag oder den zugehörigen Unterlagen.

Altbau oder Neubau — was ist besser?

Beides hat Vor- und Nachteile. Altbauten bieten gewachsene Lagen und größere Grundstücke, aber oft Sanierungsbedarf. Neubauten bieten moderne Standards und geringe Anfangskosten, aber höhere Kaufpreise. Die Entscheidung hängt von Budget, Lage und persönlichen Vorlieben ab.

Wie lange dauert ein Hauskauf?

Von der Besichtigung bis zur Übergabe vergehen typischerweise 2–4 Monate. Der Notartermin findet meist 2–4 Wochen nach der Einigung statt. Die Eigentumsumschreibung im Grundbuch kann weitere 2–6 Monate dauern.

Brauche ich einen Makler?

Nicht zwingend, aber empfehlenswert. Ein Makler kennt den Markt, erkennt Fallstricke und übernimmt die Koordination von der Suche bis zur Übergabe. Die Provision wird seit 2020 zwischen Käufer und Verkäufer geteilt.

Was passiert mit den Zinsen nach der Zinsbindung?

Nach Ablauf der Zinsbindung wird der Restkredit zu den dann geltenden Marktzinsen verlängert (Anschlussfinanzierung). Planen Sie dieses Risiko ein — rechnen Sie durch, ob Sie die Rate auch bei höheren Zinsen tragen können. Mehr dazu unter Finanzierung.

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Weitere Fragen?

Diese Liste deckt die häufigsten Fragen ab. Wenn Sie darüber hinaus etwas wissen möchten, sprechen Sie uns an — wir beraten Sie persönlich und unverbindlich.

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